ParteitagsBlog

28.10.2007

Der Grandseigneur der SPD spricht

“Werdet nicht kurzatmig an den Abständen der Programme” empfahl Hans-Jochen Vogel dem Plenum, als er feststellte, daß es sich beim Hamburger Programm um das dritte handelte, an dem er mitwirkte, und wahrscheinlich auch sein letztes. Er erbittet sich auch eine Verlängerung der Redezeit.

Man kann dummes Zeug auch ganz nachhaltig verfolgen.

Hans-Jochen Vogel zum Begriff der Nachhaltigkeit.

Bei der Wasserversorgung muß die Verantwortung bei den Kommunen liegen.

Hans-Jochen Vogel zum Thema der Privatisierung kommunaler Bereiche.

Guckt mal, wer das alles beschließt. In den Aufsichtsräten sollen sich auch einige Sozialdemokraten befinden.

Hans-Jochen Vogel über die Moral von Jahresbezügen führender deutscher Unternehmer.

“Der demokratische Sozialismus steht der katholischen Soziallehre besonders nahe und hat zur sozialen Bewußtseinsbildung besonders beigetragen.”

Hans-Jochen Vogel zitiert Kardinal Ratzinger, nun Papst Benedikt XVI..

Das Programm richtet sich nicht nur an den Verstand und das Hirn. Es richtet sich auch an das Herz.

Hans-Jochen Vogel zur aktuellen Grundsatzprogrammdebatte.

Für die Überschreitung der Redezeit bitte ich um Verständnis, ich werde nicht mehr auf sehr vielen Parteitagen reden.

Das Plenum tobt. Der ganze Saal steht. Man sollte vielleicht mal die Zeit mitstoppen, wie lange der Applaus für diese großartige Rede, für diesen großartigen Herrn der SPD, noch anhalten wird.

Die komplette Rede findet sich hier.

Geschrieben von Christian um 12:50 Uhr und abgelegt unter BPT Hamburg 2007,Reden.

A. Nahles braucht kein Mikro

Andrea Nahles, die neue stellvertretende Vorsitzende, spricht gerade zum Antrag für das Grundsatzprogramm. Alles schön und gut. Aber…

…geht das auch so 30, 40 Dezibel leiser? :-(

Die bölkt da gerade ihre Rede ins Mikrofon, da kann man garnicht richtig zuhören, geschweige denn sich auf seine Arbeit konzentrieren.

Ah, sie ist fertig. :-)
Sie will mit Hubertus Heil und noch einem eine Wohngemeinschaft gründen. Aber nur auf Zeit. Mehr kam hier nicht wirklich an.

Geschrieben von Andres um 11:23 Uhr und abgelegt unter BPT Hamburg 2007,Reden.

Erhard Eppler bringt die Dinge auf den Punkt

Gegenwärtig spricht Erhard Eppler. Ich kann hier jetzt nicht viel dazu schreiben, weil ich zuhören muß!

Geschrieben von Thomas Wendt um 10:39 Uhr und abgelegt unter BPT Hamburg 2007,Reden.

27.10.2007

Jetzt auch noch der Verteidigungsminister und die Frage der Wehrpflicht

Der Peter Struck war im letzten Jahr bei uns im Kreisverband. Da konnte ich ihm mehrere Fragen stellen, zum Beispiel zu den Atombomben, die immer noch in Deutschland rumlagern. Mit den Antworten war ich übrigens damals sehr zufrieden, so daß zumindest ich hier jetzt friedlich bis morgen abziehen kann ;-)

Geschrieben von Thomas Wendt um 20:05 Uhr und abgelegt unter BPT Hamburg 2007,Reden.

Zu später Stunde sprach die Entwicklungsministerin und nun auch noch Afghanistan

Da muß ich wirklich über die disziplierten Delegierten staunen. Eigentlich sollte der Parteitag bereits pausieren und das Parteitagsvolk sich beim Parteiabend amüsieren. Doch eben hörten alle zu, was die Entwicklungsministerin Heidi W.-Z. (ich krieg den einen Teil des Nachnamens sowieso nicht richtig in den Blog) zu sagen hatte. Und nun soll tatsächlich noch das heikle Thema “Afghanistan” als Aussprache beginnen. Oh, oh, da kann auch ich jetzt hier nicht einfach weg zur Party…

Geschrieben von Thomas Wendt um 19:33 Uhr und abgelegt unter BPT Hamburg 2007,Reden.

Der Außenminister spricht

… und es hört sich fast so an, als ob das der Gerd Schröder reden würde. Das fiel mir vorher so noch gar nicht auf. Die könnten sich wirklich gegenseitig parodieren.

Inhaltlich gehört die Rede von Frank-Walter zu denen, die ich mir ganz sicher noch einmal als Mitschnitt anhören werde. Ganz freute mich der Hieb auf seine gegenwärtige Chefin Merkel, als er daran erinnerte, daß sie es war, die in Washington meinte, daß Gerd Schröder nicht für alle Deutschen sprechen würde, als dieser den Irrsinn des Irakkrieges nicht mittrug.

Daran sollte man die Deutschen ruhig ab und zu erinnern. Man kann von der Politik von Schröder insgesamt ja halten, was man will, aber unter Merkel wäre Deutschland in Bagdad mit einmarschiert und unsere Jungs würden nun vielleicht auch im Tagestakt in Zinksärgen wieder ausgeflogen. Danke Gerd!

Die komplette Rede befindet sich hier.

Geschrieben von Thomas Wendt um 19:10 Uhr und abgelegt unter BPT Hamburg 2007,Reden.

Hannelore jubelnd verabschiedet

Hannelore Kraft hat gerade nach Franz Müntefering gesprochen. Schade, das den “Nach-” Rednern nach den “Haupt-” Rednern nicht die gleiche Aufmerksamkeit geschenkt wird wie den “Vor-” Rednern. Und als Presse versucht man dann sich einen Weg durch die sich bewegenden Menschenmassen zu bahnen. Und wenn man dann nur mit der Kamera unterwegs ist und das Obektiv, was man gerade für das Motiv braucht, noch oben liegt…

Jedenfalls hat Hannelore meiner Meinung nach (nicht nur weil es meine Landesvorsitzende ist) gut geredet. Die NRW’ler unter den Delegierten, die haben nach der Rede beim Applaudieren gejubelt. Den anderen Landesverbänden war die Rede wohl egal.

Geschrieben von Andres um 17:13 Uhr und abgelegt unter BPT Hamburg 2007,Eindrücke,Reden.

Franz Müntefering

hat seine Rede gerade beendet. Jubel, Standing Ovations, unglaublich langer Beifall. Er hat aber auch den Delegierten aus dem Herzen gesprochen. Wenn man die Tarifautonomie und die Debatte über Mindestlöhne mit einer Forderung nach Höchstlöhnen (“Da müssen wir auch noch mal drüber sprechen”) oder Lohn ohne Tarif verknüpft, ist das schon ein hervorragender Schachzug.

Die komplette Rede befindet sich hier.

Geschrieben von Christian um 16:46 Uhr und abgelegt unter BPT Hamburg 2007,Eindrücke,Reden.

Mindestlohn 2

Franz Müntefering hat gerade den Mindestlohn angesprochen. Er ist keine sozialdemokratische Romantik sondern ordnungspolitische Notwendigkeit.

Während dem kompletten Thema gab es bereits zweimal Applaus, unterstützt mit Fußgetrappel auf den Gästetribünen.

Wenn Franz jetzt plötzlich eine Pause in seiner Rede machen würde könnte man, wenn die Türen zu sind und keine Handys klingeln, eine Stecknadel fallen hören.

Nachtrag: Es ist eine Herzensangelegenheit der Sozialdemokratie, das merkt man hier.

Geschrieben von Andres um 16:34 Uhr und abgelegt unter BPT Hamburg 2007,Reden.

26.10.2007

Trennkost?

Michael Sommer vom DGB ist die Trennkost zwischen der Aussprache und den Wahlen. Das hat er selber gesagt. Er spricht jetzt sein Grußwort zu den Delegierten.

Der heutige Parteitag ist wegen dem neuen Grundsatzprogramm ein historischer Parteitag.
Er wird sich nicht in die Diskussion einmischen. Die Gewerkschaften sind Einheitsgewerkschaften, sie mischen sich nicht in innerparteiliche Diskussionen ein.
Das Verhältnis zwischen Partei und Gewerkschaften ist mittlerweile wieder besser als seit der Verabschiedung der Agenda 2010 im Jahr 2003. Partei und Gewerkschaft streiten gemeinsam um einen Mindestlohn, was aber kein Nur-Wahlkampfhit sein darf.

Die komplette Rede befindet sich hier.

Geschrieben von Andres um 13:50 Uhr und abgelegt unter BPT Hamburg 2007,Reden.
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