16.11 Uhr: Matthias Platzek beginnt mit seiner Rede. “Wir befinden uns vor einer wichtigen Abstimmung”. Platzek spricht nochmal das Ausscheiden von Gerhard Schröder als Bundeskanzler und Franz Müntefering als Parteivorsitzender an. “Wir haben eine große Aufgabe vor uns – Deutschland Stück für Stück wieder zukunftsfähig zu machen”. Die Bürger fragen sich und fragen uns “Wie geht es weiter”, darum geht es denn Menschen. Diese Fragen müßten “dringend in den nächsten Wochen und Monaten beantwortet” werden. Dazu brauche “es Vertrauen, Kooperation und ein Miteinander in der politischen Kultur”. Platzek spricht die Aufgabe der SPD zur Organisation einer veränderten Gesellschaft an. Dazu gehören auch diejenigen Punkte, die die SPD im Koalitionsvertrag verankern konnte, u.a. die Beibehaltung des Atomausstiegs, das Elterngeld etc.
“Können uns mit diesem Vertrag sehen lassen” – Platzek verteidigt die Verhandlungspositionen der SPD; eine schwarz-gelbe Koalition hätte bei weitem anders ausgesehen. “Nur zusammen werden wir in dieser Welt erfolgreich sein”. Auch an die Bevölkerung richtet Platzek das Wort: “Wir sichern die Rahmenbedingungen”, aber aktive Arbeitssuche sei auch Aufgabe des einzelnen.
Dank spricht Platzek an die Frauen im Kabinett Schröder aus, aber auch den souveränen Verhandlungsführer der SPD in den Koalitionsverhandlungen, an Gerhard Schröder. Mit der Abstimmung über den Koalitionsvertrag will Platzek alles mitgeben, daß Franz Müntefering und seine Mitstreiter eine “gute Arbeit wirst leisten können”. “Stimmen wir dem Koalitionsvertrag zu, geben wir unseren Ministerinnen und Ministern Rückendeckung” – klare Worte des designierten Parteivorsitzenden.
16.08 Uhr: Die letzte Rednerin vor Matthias Platzek hat ihre Rede begonnen.
15.58 Uhr: Wer schreit denn da so? Es ist Ottmar Schreiner. Ihm folgt Heidemarie Wieczorek-Zeul, die als Entwicklungshilfeministerin den Koalitionsvertrag betrachtet.
15:45 Uhr – nach Heiko Maas spricht nun Sigmar Gabriel. Gabriel spricht sich – ganz in der Rolle des künftigen Umweltministers – für den Ausstieg aus der Kernenergie aus.
15.33 Uhr – Kerstin Griese findet die Aussagen im Koalitionsvertrag zur Familienpolitik sehr gut. Speziell, dass das SPD-Konzept des Elterngeldes sich auch in der Vereinbarung mit der Union wiederfindet. Sie hat allerdings deutlich mehr Worte gebraucht.
15.30 Uhr – Nach den jetztigen Redebeiträgen sieht es nach einer Zustimmung zum Koalitionsvertrag aus. Ich spekuliere mal und tippe auf eine Zustimmung von über 80%.
15.27 Uhr – Langsam ist die Debatte an einem Punkt, dass sich die Argumente wiederholen. Da ist man als Blogger schon dankbar, wenn ein Redner “guter Hoffnung” ist.
15.21 Uhr – Monika Griefahrn möchte auch die Minister in der Regierung unterstützen. Sie sieht ein Glaubwürdigkeitsproblem bei der Mehrwertsteuer und will bessere Erklärungen haben. Es ist gut, dass die SPD den Umweltminister stellt. Die Frage der Endlager für Atommüll ist ein brennendes Thema dieser Legislaturperiode.
Pressefreiheit und Kulturförderung sind wichtig und sollte weitergeführt werden, wie in den vergangenen 7 Jahren.
15.17 Uhr – Der jetztige Redner aus Schleswig-Holstein findet beim Vertrag sei das Glas eher halb voll als halb leer. Aus der Sicht der grossen Koalition in Kiel muss gesehen werden, dass dies ein Bündnis auf Zeit ist. Er weist wie einige seiner Vorredner auch darauf hin, dass es wichtig ist eine starke SPD in den Länder und Kommunen zu haben.
15.14 Uhr – Der Vorsitzende der AsJ (Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Juristen) findet den Koalitionsvertrag alles in allem zustimmungfähig. Er hat allerdings an einigen Stellen Bedenken. Z.B. bei der Kronzeugenregelung oder beim Datenschutz.
15.10 Uhr – Der nächste Redner findet den Koalitions-Vertrag aufgrund der Reaktionen aus der Wirtschaft gut. Dies zeige die Abkehr vom Westerwelleschen Marktradikalismus.
15.05 Uhr – Gerade spricht Sarah Scholl vom Landesvorstand der baden-württembergischen SPD. Sie findet die Ergebnisse der Koalitionsverhandlungen recht ansprechend. Sie kritisiert allerdings die Anhebung der Probezeit auf zwei Jahren. Dadurch falle für die jüngere Generation die Planungssicherheit im Erwerbsleben weg. Und ohne finanzielle Sicherheit werden auch keine Familien gegründet.