Eindrücke aus den Wandelhallen
Appetit, (Kaffee-) Durst und Neugier trieben Andre und mich kurz weg von unseren bequemen Schreibplätzen.
Ein Juso sprach uns an und betrieb fleißig Aufklärung zur seiner Meinung nach größten regelmäßigen SPD-Veranstaltung weltweit, nämlich zu http://www.rock-in-den-ruinen.de. Die machen jeweils im April ein Konzert mit rund 12.000 Gästen. Nicht schlecht. Ich sehe das so: Ohne Kultur kein Sozialismus.
Ohne die Landsmannschaft gerade in diesem Zusammenhang zu betonen, muß ich dennoch erwähnen, daß ich lange Zeit mit einen Juso des Projektes http://www.endstation-rechts.de über das Wirken der NPD im schönsten Bundesland philosophierte. Andres wunderte sich als Zuhörer über die mit gerade einmal 2.800 Mitgliedern und 120 Ortsvereinen geringe Zahl im Lande. Da gibt es natürlich einen Zusammenhang. Extremisten können sich dort leichter breit machen, wo arbeitsfähige, bürgerschaftliche und demokratische Strukturen schwach sind.
Übrigens demonstrierten vor der Halle rund 100 NPDler, also organisierte Feinde der Demokratie. Und drinnen wird über einen Antrag zum Rechtsextremismus gesprochen. Die SPD ist gefordert.
Die Taschen füllte ich mir am Stand der SJD – Die Falken. Dort konnte ich nämlich ein tolles Liederbuch nebst 4 CDs erwerben, produziert von einer Gruppe Hamburger Altfalken. Wer wie ich das alte Liedgut der Arbeiterbewegung achtet und zu pflegen versucht, der kommt daran einfach nicht vorbei. Bin ja selber inzwischen Altfalke und leider ist es mir nur selten gelungen, die Jüngeren für den Gesang zu begeistern. Aber wie ich schon sagte, ohne (eigene, sprich auch selbstgestaltete) Kultur kein Sozialismus. Also Genossen, probierts mal wieder mit dem gemeinsamen Singen!
Nach einem Schwenk am Kaffeestand, einigen schmackhaften Kuchenpröbchen, zwei brauchbaren Kugelschreibern von einem Grabbeltisch eines Sponsors und natürlich einem obligatorischem Kurzbesuch bei den Websozis trafen wir wieder in der Bloggerhöhe ein, nur um Euch davon zu berichten…