Von Prinzessinnen und Gewerkschaftern
Auf so einem Parteitag bekommt man viele Informationen. Manche sind wichtig, andere sind nicht unbedingt überlebensnotwendig aber interessant. Unter die zweite Kategorie fallen sicher auch die Begrüssungsworte des DGB-Chefs Michael Sommer in seinem Grußwort am Dienstag Morgen.
Wie es mir schien wurde er vorher von ein paar Delegierten gefragt, warum er den als SPD-Mitglied nicht schon beim Parteiabend da gewesen sei. Also erzählte er die Geschichte, dass er am Montag im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Haus und Kinder gehütet habe, damit seine Frau als Delegierte zum Parteitag fahren konnte. Für heute, also Dienstag, sei alles anders geregelt. Und an seine Frau gewandt fügte er noch hinzu: “Prinzessin, zu Hause ist alles in bester Ordnung”.
Was haben wir also daraus gelernt? Deutschlands oberster Gewerkschaftler nutzt Adelstitel als Kosenamen für seine Frau und ist fähig auf die Kinder aufzupassen, ohne dass Schaden an der Wohnung entsteht.
Dazu fällt mir nur ein, dass mir persönlich “Prinzessin” als Kosenamen für die Gattin/Lebensgefährtin auch besser gefällt als z.B. “Muschi”